Montag, 11. Dezember 2017

Der Dezember ist da… Zeit für eine Rückschau.


Hier ist es nun schon recht lange still. Daher möchte ich euch ein kurzes Lebenszeichen geben und ein wenig auf das Jahr zurückblicken. 2017 war ein sehr bewegtes Jahr, in dem das Lesen der Nachrichten oft eine echte Herausforderung war, auch wenn man kein ausgewachsener Pessimist ist. 

Ich war schreibtechnisch sehr beschäftigt, allerdings ist davon bisher wenig nach außen sichtbar, weil vieles gerade erst anläuft. Doch es hat sich für mich viel getan. Ich habe mich in anderen Genres ausprobiert, unter anderem mit einem Schottland-Krimi, bei dem ich noch auf Rückmeldung dreier Verlage warte. Highlights für mich in diesem Jahr definitiv das Erscheinen meines Jugendromans "Schicksal, Traumprinz und das große Glück" im Kosmos-Verlag und die Leipziger Buchmesse, bei der ich in diesem Jahr zum ersten - und sicher nicht zum letzten Mal - war. Ich habe einige Projekte anstoßen können, über die ihr dann hoffentlich im nächsten Jahr mehr hören werdet. Mein "Froschprojekt" hängt immer noch etwas in der Luft, wird aber hoffentlich im Frühjahr 2019 erscheinen.  

Es war wenig Zeit, mich um Interviews und Lesetipps zu kümmern, da ich aktuell kaum zum Lesen komme. Für mich haben sich unglaublich wichtige und inspirierende Schreibkontakte aufgetan, insbesondere mit einer ganz lieben Kollegin aus dem Saarland. Die Messe im Oktober in Frankfurt hat ebenfalls einige neue Kontakte und Möglichkeiten eröffnet und ich freue mich, jetzt 2018 mit Schwung durchstarten zu können. 

Eine schwierige Entscheidung über meine berufliche Zukunft wird auch in den nächsten Tagen gefällt, so dass dort auch eine Last von meinen Schultern fällt. Insgesamt war es also trotz des beängstigenden Weltgeschehens um mich herum im Kleinen ein eher positives Jahr, in dem sich viel bewegt hat. Ihr dürft euch auf meine ersten Gehversuche im historischen Roman freuen. Denn ich habe den Schritt gewagt und arbeite derzeit an einem Regency Liebesroman, der im Frühjahr bei digital publishers erscheinen wird. Bereits im Studium habe ich mich ja viel mit der Regency und der viktorianischen Ära beschäftigt und es macht mir gerade großen Spaß, mich da wieder einzuarbeiten. Vielleicht kommt ja auch mein zweites Studiensteckenpferd - die "Angry Young Men" und Großbritannien in der Nachkriegszeit (eines meiner mündlichen Prüfungsthemen im Ersten Staatsexamen neben "Victorian Sensation Novels") - irgendwann einmal literarisch zum Tragen. Zunächst werde ich aber erst einmal bei Jane Austen und ihren Zeitgenossen bleiben. 

Privat hat sich bei mir auch einiges bewegt. Einige haben es ja mitbekommen, dass ich mit Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert wurde. Das ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Im Grunde attackiert der Körper die Schilddrüse als einen Fremdkörper und zerstört sie so. Hashimoto ist nicht heilbar, aber man kann lernen, damit umzugehen. Insofern war die Diagnose für mich eine Erleichterung im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich war extrem verzweifelt, weil ich trotz normaler gesunder Ernährung ständig zugenommen habe und einfach nicht abnehmen konnte, dauernd müde war, abgeschlagen, antriebslos und zum Teil auch mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hatte. Das hat sich schon allein durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen gebessert. Doch ich habe jetzt auch herausgefunden, wie ich die Gewichtszunahme in den Griff bekomme und wie ich (sehr, sehr langsam und mühselig, aber immerhin) mein Gewicht sogar wieder reduzieren kann. Insgesamt sind jetzt 15 Kilo runter seit Mai. Es geht schleichend und es kostet viel Disziplin und Kraft, aber immerhin bewegt es sich jetzt mal überhaupt. Seit drei Wochen hab ich auch wieder mit dem Laufen angefangen und taste mich da wieder ganz langsam ran (früher bin ich sehr viel gelaufen).  Unterm Strich war die Diagnose für mich also auch ein Glücksfall, da ich nun endlich weiß, was mit mir los ist und entsprechend reagieren kann. 

Insgesamt also ein aufregendes Jahr, in dem viel in Bewegung geraten ist, was sich vermutlich erst im nächsten Jahr so richtig zeigen wird. Es wird also noch spannend.
Euch wünsche ich jetzt frohe Feiertage und einen guten Rutsch und freue mich auf ein ereignisreiches Jahr 2018.