Sonntag, 24. September 2017

Autoren-Brunch mit Dorothea Stiller



Ich habe meinen Sonntagsbrunch überarbeitet. Wie gehabt gibt es fünf individuelle Fragen, die bei jedem Interviewpartner anders lauten und fünf, die jedem Interviewpartner gestellt werden. Den zweiten Teil des Interviews habe ich generalüberholt und (hoffentlich) etwas interessanter gemacht. Statt der Brunch-Fragen findet ihr jetzt eine Schnellfragerunde mit fünf wechselnden Fragen. Um die neue Interview-Runde zu starten, mache ich einfach mal mit mir selbst den Anfang. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich wissen lasst, wie euch die neuen Fragen gefallen.



Schnellfragerunde:
Frühling oder Herbst?
Frühling

Rollschuh oder Schlittschuh?
Schlittschuh

Vanille oder Schokolade?
Schokolade

Orange oder violett?
orange

Ruderboot oder Tretboot?
Tretboot

1. Deiner Vita entnehme ich, dass du einen besonderen Bezug zu Großbritannien hast. Einer deiner Liebesromane spielt in London, einer auf der Isle of Mull in Schottland. Wie kam diese Liebe zustande?

Zur englischen Sprache hatte ich immer schon einen besonderen Draht, aber zunächst - sehr zum Leidwesen meines Englisch-LK-Lehrers - eher für die amerikanische Variante. Ich habe mit sechzehn einen Sommer mit Freunden in den USA verbringen dürfen: Utah, Nevada, Kalifornien und Florida. Das hat mich nachhaltig beeindruckt und Großbritannien fand ich schrecklich. Bis ich dann im Studium zum ersten Mal nach London geflogen bin. Da war es um mich geschehen. Ein Jahr in Südengland, eine Reihe romantischer Begegnungen mit Briten, Freundschaften, die Bochum Summer School 1995 in Schottland und diverse Urlaubsreisen haben dann ihr Übriges getan. Der Ausgang des Brexit-Referendums kam für mich als Schock, denn irgendwie fühlte es sich an wie Verrat. Dennoch halte ich der Insel im Herzen die Treue, auch wenn ich mich dort nicht mehr ganz so willkommen und zuhause fühle wie früher.

2. Deinen letzten Roman „Schicksal, Traumprinz und das große Glück“ hast du im März dieses Jahres unter dem Namen Katharina Stiller veröffentlicht. Warum hast du für dieses Buch ein Pseudonym gewählt?

Das hat praktische Gründe, da es sich um ein Jugendbuch und somit eine vollkommen andere Zielgruppe handelt. Das Buch spricht Mädchen ab 11 Jahren an, daher wollte ich es optisch ein wenig von meinen Chicklit-Titeln trennen. Womöglich könnten sich auch Eltern oder Großeltern an einem Titel wie „Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno“ stören. Daher habe ich einfach Erwachsenenliteratur und Jugendbuch auseinandergehalten.

3. Dein Buch spielt an der deutschen Ostsee-Küste. Warum hast du gerade diesen Ort gewählt?


Eine liebe Freundin hat zu der Zeit dort gewohnt und ich habe mit meiner Familie in der Nähe Urlaub gemacht. Ich finde es ein wenig schade, dass durch die vielen Lizenztitel deutsche Settings beinahe zur Seltenheit werden. Manchmal glaube ich, junge Leser kennen sich dadurch inzwischen besser mit den Sitten und Gepflogenheiten an einer amerikanischen High School aus als im deutschen Schulsystem.

4. Welche Nebenfigur aus deinen Romanen ist dir besonders ans Herz gewachsen und warum?

Ganz besonders mag ich Päivi, das finnische Mädchen, das Sarina aus „Love on Air - Verliebt in London“ auf ihrer Suche nach ihrem Traummann Leo in London kennenlernt. Zum einen habe ich bekanntermaßen ein Faible für Finnland. Zum anderen mag ich Päivis eigenwilligen Stil, ihr herzhaftes Fluchen und ihre direkte Art, die sich aber mit Warmherzigkeit und Empathie paart.

5. Was kannst du uns über deine aktuellen Projekte verraten?

Zuletzt habe ich die Arbeit an einem Krimi beendet, der in Schottland spielt und für den ich noch ein Verlagszuhause suche. Zwei Verlage hatten Interesse angemeldet und das Gesamtmanuskript angefordert und ich tue das, was Autoren die meisten Zeit tun, wenn sie nicht schreiben: warten und hibbeln. Außerdem arbeite ich an verschiedenen Projekten, die unter Pseudonym erscheinen werden und an einem Liebesroman, der im England der Regency-Ära spielt.

6. Schreibe eine Geschichte in nur sechs Wörtern.

Schuhe vor deiner Tür. Nicht meine.

7. Welchen Klappentext hätte ein Buch mit dem Titel „Selfie mit Hase“?
(Danke an den Buchtitelgenerator für diesen Titel)

Auf Instagram verfolgen täglich Tausende Jessies perfektes Leben: eine endlose Parade toller Outfits, gesunder Mahlzeiten und glücklicher Momentaufnahmen. Jessicas Leben wird ganz schön durcheinandergewirbelt, als sich TV-Reporter Fabian ankündigt, um eine Homestory über die erfolgreiche Bloggerin zu machen. Denn was ihre Follower nicht ahnen ist, dass Jessies Realität von ihrem Instagram-Leben nicht weiter entfernt sein könnte.

8. Nenne einen Punkt von deiner „Bucket List“, den du noch nicht abhaken konntest.

Einen Bestseller veröffentlichen. :-D

Nach Cornwall reisen

9. An welchen fiktiven Ort würdest du gern reisen und welchen Gegenstand oder welche Person nimmst du von zuhause mit?

Spinner’s End (ca. Sommer 1996), meinen Zauberstab

10. Was würdest du deine Leser gern fragen?

(Antworten aus den Kommentaren leite ich übrigens gern weiter).

Was muss für euch das perfekte Buch haben?

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