Mittwoch, 14. Dezember 2016

Der alltägliche Wahnsinn in Wort und Bild



Wenn ihr selber Eltern seid, kennt ihr diese Sätze, die in einem anderen Kontext absolut bizarr klingen würden. Sie machen nur dann Sinn, wenn man weiß, dass sie von Eltern zu ihren Kindern gesagt wurden. Wenn ihr selbst keine Kinder habt, dann könnt ihr im Supermarkt, in der Bahn oder im Park mal darauf achten, was für vollkommen bescheuerte Sachen Eltern manchmal zu ihren Kindern sagen: "Keine Lichtschwerter am Abendbrottisch!", "Nein, Schinken ist kein Pflaster. Nimm den Schinken vom Knie!" oder "Schatz, bitte leck nicht den Toaster ab."

Solche Sätze hat Nathan Rippberger in einem Bilderbuch für Erwachsene gesammelt und illustriert. 

Bei mir fallen täglich solche Perlen der Rhetorik und ich vergesse ständig, sie aufzuschreiben. Eigentlich sollte man das mal tun. Ich erinnere mich noch an: "Wenn du schon popeln musst, nimm gefälligst deinen eigenen Finger!", "Nein, das ist keine Rückenkratzmaschine, das ist mein Bademantelgürtel und meine Bürste!", "Warum klebst du einen Fingernagel auf den Brief? Das ist doch eklig." oder den Klassiker "Nimm die Unterhose vom Kopf!". 

Und welche abstrusen Dinge gebt ihr so von euch?

Sonntag, 11. Dezember 2016

Sonntagsbrunch mit der Autorin Regine Kölpin


Am heutigen Sonntag wird es kriminell. Ich darf mich nämlich mit Regine Kölpin unter anderem über ihre Krimis und kriminellen Freizeitführer unterhalten. Wenn man auf ihre Publikationen schaut, sieht man aber, dass Regine sehr vielseitig ist und auch ohne Blutvergießen auskommen kann. Ich freue mich auf einen interessanten Brunch.


Sonntag, 4. Dezember 2016

Sonntagsbrunch mit der Autorin bibo Loebnau


Auch heute gibt es bei mir wieder einen gemütlichen Sonntagsbrunch. Zu Gast ist bei mir heute eine Autorin, die ich ebenfalls über die Autorenvereiniung DELIA (Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und –autorinnen) kenne. Dementsprechend geht es in ihren Büchern natürlich auch um große Gefühle und die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Ich freue mich, heute mit bibo Loebnau über ihre Bücher, ihr Leben und über ihre Brunch-Präferenzen sprechen zu dürfen.


copyright: Claudia Toman, Traumstoff

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Zum Abgewöhnen: die Zukunft der Schullektüre


Erinnert ihr euch noch daran, was ihr in der Schule gelesen habt? Wenn man mit Leuten darüber spricht, was sie im Deutschunterricht gelesen haben, passiert oft Folgendes: 
Die Gesprächsteilnehmer breiten unter Stöhnen ein literarisches Gruselkabinett aus und versuchen, sich darin zu überbieten, wer in der Schule am meisten gequält wurde. "Wir mussten den Untertan lesen. Gott, war das ätzend!" - "Das ist doch noch gar nichts. Wir wurden mit Wedekind gefoltert. Frühlingserwachen." Daran hat sich leider nicht viel geändert. Auch meine Neffen quälen sich mit Texten, von denen Gottfried Kellers "Kleider machen Leute" noch das Lesbarste ist. 

Ich bin Germanistin und ich lese gern und viel. Über die Jahre, vor allem im Studium, habe ich auch gelernt, Klassiker zu verstehen und genießen zu können. Ich kenne literaturgeschichtliche Epochen, kann Texte in einem historischen Kontext verstehen, habe einen Sinn für Sprachästhetik und kann so auch Lyrik mit Genuss lesen. Ich glaube, dass Lesen eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten ist, weil wir unsere Erfahrungen, Gefühle und Geschichte weitergeben können an kommende Generationen. Mündlich Tradiertes ist nicht so verlässlich und langlebig wie schriftliche Zeugnisse. Natürlich weiß ich um den kulturellen Wert der Klassiker und sehe durchaus auch Argumente für Kanonliteratur. 

ABER …