Sonntag, 31. August 2014

Conny geht auf Blogtour! 08. bis 13. September!

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 Ihr Lieben! 

Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass ich vom 08. bis 13. September 2014 mit meinem Ebook "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno" (erschienen am 11. Juli 2014 bei Forever by Ullstein) zur Blogtour aufbreche.

Es haben sich ganz tolle Blogs als Gastgeber für uns gefunden und ich freue mich wie Bolle. Auf jeder Station der Tour wird euch eine Frage gestellt, die ihr mit Hilfe des Beitrags beantworten könnt. Am Ende ergibt sich ein Lösungswort, das ihr mir bis Ende September schicken könnt. 

Was es zu gewinnen gibt? Das bleibt noch eine Überraschung, aber ich kann schon mal sagen, dass auf jeden Fall schon mal ein tolles Ebook-Schmökerpaket dabei sein wird. 

Ich hoffe, ihr habt Lust mich und Conny auf der Tour zu begleiten - es wird viele interessante Infos zum Buch, zum Schreiben und natürlich auch eine Lesung geben. Ihr dürft gespannt sein. 

Liebe Grüße
Dorothea Stiller

Samstag, 30. August 2014

Wochenendfrage bei Wortwucher


Es ist Samstag, Zeit für eine neue Wochenend-Frage auf dem Wortwucher-Blog. In den letzten Wochen bin ich leider nicht so regelmäßig dazu gekommen. 

Meine Frage heute: Was ist euer Lieblingszitat über das Lesen/Bücher? 

Es gibt sehr viele schöne Zitate. Besonders schön fand ich diese hier von Carl Sagan: 

What an astonishing thing a book is. It's a flat object made from a tree with flexible parts which are imprinted with funny dark squiggles.   But one glance at it and you're inside the mind of another person, maybe somebody dead for a thousand years.  Across the millennia an author is speaking clearly and silently inside your head directly to you.  Writing is perhaps the greatest of human inventions, binding people together who never knew each other, citizens of different epochs.  Books break the shackles of time.  Books are proof that humans are capable of working magic.  ~ Carl Sagan
Was für ein erstaunliches Ding so ein Buch ist. Es ist ein flaches Objekt, das aus einem Baum gemacht wurde, flexible Teile hat, auf denen jede Menge lustiger dunkler Kringel gedruckt sind. Aber wirf einen Blick darauf, und du befindest dich mitten im Geist einer anderen Person, die vielleicht sogar schon seit tausenden von Jahren tot ist. Über die Jahrtausende hinweg spricht der Autor leise, aber deutlich in deinem Kopf direkt zu dir. Schreiben ist vielleicht die großartigste menschliche Erfindung, weil sie Menschen verbindet, die einander nie kannten und vielleicht sogar in unterschiedlichen Epochen leben. Bücher durchbrechen die Fesseln der Zeit. Ein Buch ist der Beweis dafür, dass Menschen der Magie fähig sind.
(meine Übersetzung)
 

Die Ice-Bucket-Challenge und ich


Ihr Lieben!

Ich nehme selbstverständlich die Challenge an, möchte es aber halten wie Patrick Stewart: ich werde die Eiswürfel lieber in meinen Drink tun und stattdessen spenden. 

Ich habe lange überlegt, da ich sehr zwiegespalten bin, was die Ice-Bucket-Challenge angeht. Einerseits finde ich die Idee witzig. Sie hat es immerhin geschafft, die Krankheit ALS, von der vorher vermutlich nur wenige wussten, ins Bewusstsein der Menschen zu bringen und Spenden für Forschung und Behandlung zu sammeln. Mission erfüllt. Es gibt viele gute Zwecke und viele Menschen, die unserer Hilfe bedürfen und man braucht schon kreative Ideen, um die Menschen aufmerksam zu machen.

Deswegen möchte ich mich nicht auf die Seite derer stellen, die jede kreative und witzige Idee gleich verteufeln, nur weil sie sich der Mechnismen der Werbung und des Web-Hypes bedient. 

Es war eine witzige Idee, sie hat viele Menschen mitgerissen - für mich ist damit eindeutig das Klassenziel erreicht. Allmählich entfernt sich die Challenge allerdings von ihrem eigentlichen Zweck und es fängt an, die Leute zu nerven, jeden Tag hundert Videos von Leuten zu sehen, die sich eiskaltes Wasser über die Glocke kippen. Das ist der Zeitpunkt, wo es beginnt, kontraproduktiv zu werden. Ich denke, es ist also Zeit für eine neue Idee, eine neue Challenge, neue Denkanstöße, um die Menschen zum Spenden zu bewegen. 

Ich denke, dass inzwischen auch genug Geld für die ALS-Forschung zusammengekommen sein dürfte und habe für mich andere Organisationen ausgesucht. Gespendet habe ich über die Aktion Deutschland hilft für Flüchtlinge und Kriegsopfer in Gaza, im Nordirak und in Syrien und an die UNO-Flüchtlingshilfe Ukraine. 

Hiermit rufe ich zu einer neuen Challenge auf, vielleicht möchtet ihr mitmachen. Ich fordere euch heraus, euch hinzusetzen und 100 Dinge aufzuschreiben, für die ihr in eurem Leben dankbar seid. Ihr müsst diese Liste nicht veröffentlichen. Sie ist ganz privat für euch - einfach um euch bewusst zu machen, wie gut es den meisten von uns geht. Es können ganz kleine Dinge sein, die ihr aufschreibt. Dinge, die für andre Menschen nicht so selbstverständlich sind, wie für uns.

Was ist dadurch gewonnen?

Wenn ich mir bewusst mache, wie viele kleine und große Dinge es in meinem Leben gibt, für die ich dankbar sein kann, sehen manche Sorgen und Probleme gleich viel kleiner aus. Außerdem wird mir dann immer klar - auch wenn ich bestimmt nicht zu den Reichen in diesem Land gehöre - es reicht immer noch, um anderen Menschen zu helfen. Eine einmalige Spende ist schön, regelmäßige Spenden sind noch schöner. Ich habe zwei Kinder-Patenschaften (über Worldvision und SOS-Kinderdörfer). Dafür habe ich mich entschieden, weil es so persönlich ist, und man direkt sehen kann, wo die Hilfe ankommt. Aber es gibt auch andere tolle Projekte, die ihr auch mit kleinen Beträgen schon unterstützen könnt. 

Also: auf zur Gratitude Challenge! Oder traut ihr euch nicht?

Freitag, 29. August 2014

Die Soapbox - eine neue Aktion vom Wortwucher






Es gibt die wunderschöne Tradition des "Soapboxing", bei der jemand auf eine Kiste klettert und an einem öffentlichen Ort seine Meinung kundtut. Ihr kennt das vielleicht von Speakers' Corner im Hyde Park in London. 

Hier möchte ich mit der Soapbox jeden Freitag Ebook-Autoren und Self-Publishern Raum geben, ihr Buch vorzustellen. Folgende Regeln (neben der Einhaltung der allgemeinen Nettikette) gelten.

1. Ihr stellt das Cover zur Verfügung
2. Ihr habt maximal 500 Wörter, um den Lesern euer Buch schmackhaft zu machen. 

Ich wähle aus allen Einsendungen an satu(dot)gustafson(at)googlemail(dot)com aus. 

Donnerstag, 28. August 2014

Throwback Thursday: Kennt ihr noch …



Im Bemühen, mich ein bisschen zu disziplinieren, was das Bloggen angeht, möchte ich hier einige regelmäßige Features einführen. Zum Beispiel ist hier immer am letzten Donnerstag im Monat "Throwback Thursday". 

Zeit, sich an Bücher aus der Kindheit (und Jugend) zu erinnern. Unter dem Motto:

Kennt ihr noch …



… die wundervollen Bilderbücher von Richard Scarry? 

Früher im Delphin-Verlag erschienen unter Titeln wie "Mein allerschönstes Bilderbuch vom Backen, Bauen, Flugzeugfliegen" oder "Mein allerschönstes Bilderbuch von Tafel, Schwamm und Kreide". 

Die Geschichten spielen alle in "Schaffenau" (im Original Busytown) mit liebevoll schrägen Charakteren wie dem Wurm Egon - stets mit Hut und nur einem Schuh - dem Nilpferd Hilda, den frechen Schweinchen Pim und Pum, Banenen-Bobby mit seinem Bananamobil, Kater Ulrich und Familie Knolle, dem Polizist Eilig und Hausmeister Hauruck - der beim Reparieren eigentlich immer alles kaputt macht. 

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich die Bücher immer wieder lesen wollte, wenn ich krank im Bett lag. Auf den Seiten gibt es immer Neues zu entdecken. Dementsprechend ramponiert waren unsere Exemplare (ich habe noch drei Geschwister). Wir haben die Originale unter uns aufgeteilt und ich habe antiquarisch noch einige auftreiben können. Meine Eltern haben auf einer Reise mal eine ganze Reihe Richard Scarry-Bücher aus der Bücherstadt Hay-on-Wye mitgebracht (auf Deutsch!), die dort irgendwie als Konkursmasse gelandet waren. 

Für mich definitiv ein großes Stück Kindheit und inzwischen auch für meine eigenen Kinder. Bei dem Buch auf dem Foto verkündete mein Dreijähriger neulich, es sei sein Lieblingsbuch. 

Mittwoch, 27. August 2014

Wortwucher-Aktion zum Mitmachen: "Spread the Word!"


 Ich hatte heute Morgen eine nette Idee, wie man unsere Begeisterung für Bücher und das Lesen ein wenig in die Welt da draußen tragen könnte. 

... und so geht's. 

Jeden Mittwoch seid ihr aufgefordert, das Wort hinauszutragen. Nehmt euch ein Post-it oder einen kleinen Notizzettel. 

Die heutige Aufgabe lautet: 

Dienstag, 26. August 2014

Gemeinsam Lesen …

Gerade bei den Weltenwanderern die Gemeinsam-Lesen-Aktion entdeckt und dachte, ich mische auch mal mit. 




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Strawberry Icing" von meiner Kollegin Daniela Blum. Bin laut iBooks auf Seite 342 (ist ein Ebook, daher ist das ja relativ).
 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Der erste Satz lautet "Diesmal verziehen ihm seine Eltern nicht."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mir fällt in letzter Zeit auf, dass in Liebesromanen die Hauptfiguren oft so super perfekt sind. Die Protagonistin ist wunderschön und trägt Größe 34, der männliche Hauptdarsteller ist auch perfekt durchtrainiert. Das Buch gefällt mir soweit ganz gut, aber insgesamt stehe ich mehr auf Charaktere mit deutlichen Makeln (ich meine jetzt auch optisch). Gerade die Männer sind in den Liebesromanen oft super perfekt mit Six- oder Eightpack und allem drum und dran. Das ist nicht so meins. Ich mag Männer mit Ecken und Kanten (und auch ohne Waschbrettbauch - sogar mit WaschBÄRbauch). Allerdings ist mein derzeitiger männlicher Protagonist auch sehr gutaussehend (gut definiert, aber ohne Six-, Eight- oder sonst irgendwelche Packs), sonst funktioniert der Plot nicht.


4. Suchst du dir für deinen Urlaub spezielle Urlaubsbücher aus, oder liest du einfach das, worauf du gerade Lust hast, bzw. wo du zuhause schon dran warst?

Ich suche keine speziellen Urlaubsbücher aus, ich lese das, wozu ich im Alltag keine Zeit hatte. :-)

Was lest ihr gerade? Was hattet ihr im Urlaub dabei oder habt ihr euren Urlaub noch vor euch? Freu mich auf eure Antworten!

Montag, 25. August 2014

Montagsfrage: Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?






Nina von Libromanie möchte diese Woche wissen, was das abgefahrenste Buch war, das man je gelesen hat. Spontan fällt mir da "Fan Man" von William Kotzwinkle ein. Das hatte meine Freundin auf unserem USA-Trip gekauft. Es ist lange her, dass ich es gelesen habe, aber es erinnerte stark an "The Big Lebowski". 
Anscheinend war es der Zeit einen Artikel wert. Und ein Blog hat sich danach benannt. Schaut hier.

Es gab irgendwo ein paar Seiten, auf denen nichts stand außer dorky, dorky, dorky, dorky … ansonsten erinnere ich mich nicht mehr an viel. Aber das dürfte der Titelheld mit mir gemeinsam haben.

Neues Gewand für den Wortwucher

Ihr Lieben!

Im Hintergrund stricke ich gerade an einem neuen Konzept für mein Blog. Ich würde gern mehr Ordnung und Kontinuität hineinbringen, was ich neben Schreiben, Kindern, Haushalt und anderen Aufgaben oft nicht schaffe. Ich möchte nicht darüber nachdenken, was wird, wenn ich im Februar auch noch wieder anfange zu arbeiten. 

Ich hoffe, dass ich meine Ideen umsetzen und euch bald ein neues Gewand für den Wortwucher präsentieren kann. 

Drückt mir die Daumen. :-)

 

Donnerstag, 21. August 2014

Neue Gewinnspielaktion bis 28. August !



In meinem Buch nehme ich zwar die Eso-Szene mit der Energieberaterin Erika ein wenig auf die Schippe, was dabei nur wenige wissen: ich bin selbst geprüfte Tarotberaterin nach den Standards des deutschen Tarotverbands, Tarot e.V.

Wie bereits in meinem Video-Blog erwähnt, nutze ich Tarotkarten als Beratungstool, zur Selbstreflexion, aber unter anderem auch als Brainstorming-Tool und Inspirationshilfe beim Schreiben.

Gewinnt nun mit Conny eine exklusive Tarotberatung (ein persönliches Video für euch) oder wahlweise eine für euch nach euren persönlichen Karten verfasste Kurzgeschichte.
Beantwortet mir einfach hier in den Kommentaren, auf FB oder per Mail folgende Frage:
Glaubt ihr an schicksalhafte Begegnungen oder hattet ihr womöglich schon mal eine?
Das Gewinnspiel endet am 28. August um 12 Uhr mittags.

Donnerstag, 14. August 2014

The ever impressive … the often imitated but never duplicated …

Bild: Wikimedia Commons - Robin Williams in Canada 2004


… Genie of the lamp! Ich weiß nicht, wie oft ich Aladdin gesehen habe - im englischen Original versteht sich. Denn die zum größten Teil improvisierte Performance von Robin Williams ist einfach unnachahmlich. Wieder ist ein ganz Großer von uns gegangen.
Bei den vielen schrecklichen Nachrichten aus aller Welt erscheint es mir immer zynisch, wie viel Wirbel um den Tod eines Einzelnen gemacht wird, wenn er berühmt genug ist. Die Nachricht von Robin Willams' Tod hat mich allerdings auch ziemlich getroffen. Er war immer einer meiner Lieblingsschauspieler, weil für mich einfach niemand das Tragikomische so drauf hatte wie er.

Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehört zum Beispiel The Fisher King. In diesem Film spielt Robin Williams den Obdachlosen Parry, der glaubt auf der Suche nach dem Heiligen Gral zu sein, den er vor dem Roten Ritter verteidigen muss. Die tragische Geschichte dahinter: Parry war früher Universitätsprofessor und hat mit angesehen, wie seine Frau bei dem Amoklauf eines Verrückten in einer Bar für die Reichen und Schönen erschossen wurde. Jeff Bridges spielt den Radiomoderator Jack, der durch eine unbedachte zynische Bemerkung bei einer Phone-In Sendung Mitauslöser des Amoklaufs wurde und seitdem von Schuldgefühlen geplagt wird. Man kann an einigen Stellen herzhaft lachen und dann bleibt einem das Lachen schon fast wieder im Halse stecken und es gibt extrem rührende Szenen, bei denen ich immer wieder weinen muss.

Die Balance zwischen tragisch und komisch konnte meiner Meinung nach niemand so gut halten wie Robin Williams (von Roberto Benigni vielleicht mal abgesehen). Dieser Humor hat mich schon sehr geprägt. Vielleicht ist etwas dran am Mythos vom "traurigen Clown".
Meine persönlichen Lieblingsfilme mit Robin Williams:

1.   Aladdin
2.   The Fisher King
3.   The World According to Garp4.   Dead Poets Society
5.   Awakenings
6.   Good Will Hunting
7.   The Birdcage
8.   Jakob the Liar
9.   Patch Adams
10. Mrs Doubtfire


Mit welchen Filmen würdet ihr euer persönliches Robin-Williams-Memorial zelebrieren?

Samstag, 2. August 2014

Wochenendfrage bei Wortwucher



Und noch einmal eine Frage fürs Wochenende rund ums Thema Buch:

Mal so unter uns Pfarrerstöchtern. Habt ihr schon mal die Liste eurer Lieblingsbücher mit etwas "kulturell Wertvollem" geschönt? 

Ich bin studierte Germanistin und Deutschlehrerin und fühle mich manchmal sehr in der Pflicht, ein gutes Beispiel abzugeben. Trotzdem gebe ich lieber offen und ehrlich zu, dass ich sehr gerne Jugendbücher, Liebesromane, Thriller lese. Schon berufsbedingt lese ich natürlich auch Klassiker und Lektüre, die für "kulturell wertvoll" gehalten wird. Und einiges davon habe ich auch mit Vergnügen gelesen - auch mehrfach. Ich mag Fontane und Hesse und kann auch Goethe, Schiller, Kafka und Brecht etwas abgewinnen. Doch die große Mehrzahl dessen, was ich lese, ist Unterhaltungsliteratur. Ich bin da also kein besonders gutes Beispiel - oder vielleicht doch. Denn ich lese gern und viel und finde, dass Lesen auch eine wichtige Kulturfähigkeit ist und bleibt. Ich glaube, dass vieles, das trivial erscheint, manchmal gar nicht so trivial ist und einiges, das als "große Literatur" betrachtet wird, auch nicht so viel weniger trivial. Auch große Literatur kann und sollte den Leser unterhalten. Wenn man nebenbei noch zu tiefschürfenden Gedanken angeregt wird, ist das umso besser. Ich bin zum Beispiel erklärter Fan von E.T.A. Hoffmann - mal von der altertümlichen Sprache abgesehen, die für Schüler oft eine Barriere bedeutet, sind zum Beispiel Das Fräulein von Scuderi oder Der Sandmann hochspannend und gute Unterhaltung. Die Unterteilung in "U" und "E" finde ich deswegen eigentlich ziemlich blöd - geht mir aber auch bei Musik so. Ich lese eben, was mir gefällt und wenn andere mich deswegen für ein niederes Wesen halten möchten - bitte. Steht ihnen frei.
Also behaupte ich lieber nicht, dass ich etwas andere lese. Sonst bekommt man später nur furchtbar abgehobene und langweilige Bücher geschenkt.

Brauchen wir Amazon? – Die ZEIT fragt Autoren

amazon


Kürzlich befragte die ZEIT Autoren zu ihrem Verhältnis zum Konzern-Riesen Amazon. Wer gerne wissen möchte, was Jonathan Franzen, Roger Willemsen, Kathrin Passig und Co. über Amazon denken, findet die Antworten hier.
Ich habe mich einfach auch mal den ZEIT-Fragen gestellt, auch wenn ich mich nicht in diese illustre Runde einreihen möchte. :-)

1) Kaufen Sie Ihre Bücher bei Amazon?
Viele, nicht alle.


2) Finden Sie es richtig, Bücher bei Amazon zu kaufen oder die eigenen dort verkaufen zu lassen?
Für mich war Amazon früher ein Segen, weil ich viel englischsprachige Texte lese und es zum Teil sehr schwer war, sie zu bekommen und sie im Buchhandel oft teurer waren. Das habe ich dann beibehalten, weil ich auf dem Dorf gewohnt habe und keine gute Buchhandlung in der Nähe war. Jetzt sehe ich Amazon aufgrund der Berichte über Arbeitsbedingungen und Geschäftsgebaren kritischer, allerdings ist das Konzept und der angebotene Service natürlich unschlagbar günstig für den Kunden.


3) Würden Sie als Autor gerne Ihren Verlag anweisen, die Bücher nicht mehr über Amazon zu vertreiben?
Nein. Mal ganz davon abgesehen, dass der Verlag mir etwas husten würde. :-D Mit Boykott kommt man leider selten besonders weit. Die Energie verwendet man besser darauf, Alternativen zu entwickeln, die den stationären Buchhandel und die Verlage wieder attraktiver machen.


4) Was halten Sie von der Nachricht, dass Amazon die Bücher mancher Verlage nur verzögert liefert, wenn diese Verlage sich den Rabattforderungen von Amazon widersetzen?
Ich finde es natürlich daneben, wenn ein Konzern seine Monopolstellung so ausnutzt. Das gefällt mir gar nicht. Allerdings funktioniert die Wirtschaft nun einmal so. Ein Konzern will natürlich Gewinne machen und wenn er eine Chance dazu sieht, günstigere Rabatte herauszuschlagen, wird er das tun. Das ist auch bei anderen großen Konzernen so. Man kann eben nur hoffen, dass sich aus der “Not” konkurrenzfähige Alternativangebote entwickeln, die es besser machen.


5) Was halten Sie von den Nachrichten über die Arbeitsbedingungen bei Amazon?
Das Gleiche wie von den Nachrichten über die Arbeitsbedingungen bei Lidl, Aldi, kik und Co. Wer günstig anbietet, versucht die Kosten gering zu halten – das schlägt sich auch auf die Personalkosten nieder. Es ist der Zwiespalt, in dem man steht, wenn man einerseits als Kunde gerne günstig und schnell kauft, auf der anderen Seite aber genau weiß, was das für die Beschäftigten bedeutet.


6) Alles zusammen genommen, mit wie vielen Sternen (von fünf möglichen) würden Sie Amazon bewerten?
Mit drei von fünf Sternen. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Amazon, weil ich es für viele Dinge eben immer noch als konkurrenzlos praktisch und kundenfreundlich erachte. Trotzdem stellt sich auch immer wieder das schlechte Gewissen ein. Ich warte auf Alternativen, die mich überzeugen.