Sonntag, 18. Mai 2014

Schreibtipp #2



Schreibtipp #2: Lesen!

Ich kenne kaum Autoren oder Autorinnen, die nicht lesen. Im Gegenteil. Die meisten, die ich kenne, sind Vielleser. Ich lese, wann immer ich eine Mußestunde habe (wie hier im Garten an diesem sonnigen Tag). Und dann lese ich alles, was mir in die Finger kommt. Seit ich meinen E-Reader habe sogar noch ein bisschen mehr, weil ich mir häufig auch mal die Tages- oder Wochenangebote runterlade oder Leseproben. Da nimmt man schon mal etwas mit, das man vielleicht sonst nicht gekauft hätte - und wird bisweilen positiv überrascht. 

Um davon zu lernen ist es auch vollkommen egal, was man liest. Man bekommt Anregungen, aber man merkt auch, was einen persönlich beim Lesen stört (und kann es dann im Idealfall vermeiden). Lesen erweitert den Wortschatz und den Horizont, ist entspannend und bildet und selbst wenn man vermeintlich Triviales liest, kann man als Autor daraus eine Menge lernen. Aber am besten ist, man liest möglichst weitgefächert. In diesem Sinne...mein Liegestuhl und mein E-Reader rufen. :-)

Donnerstag, 15. Mai 2014

Schreibtipp #1


Ich habe mir vorgenommen, nach und nach in meinem Blog meine persönlichen "Schreibtipps" zu veröffentlichen. Natürlich sind sie nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich möchte lediglich weitergeben, was mir selbst aus meiner persönlichen Erfahrung heraus beim Schreiben hilft.







SCHREIBTIPP #1: PLANEN und PLOTTEN!

Ich bin eigentlich eher ein chaotischer Mensch und bewundere oft andere dafür, wie gut sie organisiert sind. Deswegen lag es nahe, dass ich zunächst einmal einfach "drauf los" geschrieben habe. Das funktionierte auch erst einmal ganz gut. Aber mir ging es jedes Mal so, dass ich an einen Punkt im Plot kam, an dem es schwierig wurde und ich nicht so recht weiter wusste. Die Motivation, mich an den Rechner zu setzen und weiterzuschreiben sank. Wenn man ohnehin wenig Zeit hat, passiert es dann leider schnell, dass das Projekt versandet. Mein Aha-Erlebnis war der NaNoWriMo (National Novel Writing Month), bei dem ich es anders angepackt habe. Um ein Buch von 50.000 Wörtern Umfang in einem Monat schreiben zu können, brauchte es vorab gute Planung. 

Es gibt viele verschiedene Arten zu planen und zu plotten. Mir persönlich gefällt die Snowflake-Methode sehr gut. Hier übrigens noch einmal ein paar Ideen zum Plotten (englisch). Ob man sich nur ein grobes Raster macht (Anfang, Mitte, Schluss), ob man einzelne wichtige Szenen wie "Zeltstangen" benutzt, man sollte genau wissen, wo man hin möchte und wie die Geschichte laufen sollte. Viele fürchten darin einen Spontaneitätskiller. Ich plotte inzwischen sehr genau, lege sogar vorher für jede Szene grob den Inhalt fest. Dennoch entwickeln sich Dinge spontan oft anders oder die Figuren setzen sich über meine Pläne hinweg. Mir passiert es seitdem ich besser plane allerdings nicht mehr, dass ich an einer Stelle einfach nicht mehr weiter komme. Mal habe ich mehr Lust, mal weniger Lust, eine Szene zu schreiben, aber ich komme immer irgendwann über den Berg. Seit ich vorab plane und plotte, mir genaue Charakter-Biografien und Beschreibungen mache und die wichtigsten Daten über meine Handlungsorte etc. festlege, komme ich einfach besser durch den Text. Je besser ich beim "Skelett" des Textes vorgearbeitet habe, desto besser komme ich nachher zurecht, wenn es darum geht, Fleisch an die Knochen zu bringen. Meiner Erfahrung nach tötet eine gute Planung nicht die Fantasie und auch nicht die Spontaneität. Sie gibt Sicherheit und Struktur. Abweichen kann man immer noch. 

Montag, 12. Mai 2014

Social Reading - ich betrete "Neuland"

Ich bin ja nun schon ein sehr digitaler Mensch. Ich lese E-Books, ich kenne mich mit Internet-Foren, Chatrooms, Social Media und Messengern aus, habe sogar meinen Mann vor 13 Jahren im Internet kennen gelernt (in einem Chat für Fans einer bekannten Jugendbuchserie). Vollkommen neu ist für mich allerdings das Social Reading. 

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Account bei LovelyBooks zugelegt, es aber bisher nur wenig genutzt, weil mir die Zeit fehlte, mich in die Materie einzuarbeiten. Jetzt habe ich mich in einer Mußestunde mal darangemacht, meine Bibliothek zu bestücken und ein paar Rezensionen online zu stellen. Die Idee finde ich eigentlich sehr reizvoll. Insbesondere die Leserunden finde ich spannend. Eine Gruppe Leute findet sich zusammen, um das selbe Buch zu lesen und dann darüber zu sprechen. Dabei wird das Buch in Leseabschnitte aufgeteilt, so dass man das Spoiler-Risiko ein wenig minimiert. Vom Prinip her gefällt mir das alles sehr gut und ich hoffe, dass ich bald mal an einer Leserunde teilnehmen kann oder sogar selbst eine starten. 

Es ist eine interessante Möglichkeit, sich mit anderen Lesern, aber auch mit Autoren auszutauschen, sich Lesetipps (auch jenseits des Mainstreams) zu holen und das Lesen zu einer sozialen Aktivität zu machen. 

Meine Mutter hatte früher immer einen Lesekreis. Sie hat sich regelmäßig mit Freundinnen/Bekannten getroffen, um gemeinsam Bücher zu lesen und zu besprechen. Im Prinzip ist das nun die Online-Variante von Muttis Lesekränzchen. Auch wenn ich die Face-to-Face-Variante eigentlich noch schöner finde, passt dies natürlich besser zu meinem vollen Terminkalender. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf meine Abenteuer im Social-Reading-"Neuland".

Ich werde zu gegebener Zeit noch einmal über meine Erfahrungen berichten.