Mittwoch, 19. Juli 2017

Das Wortwucher-Blog macht Sommerpause!


Ihr Lieben!

Vielleicht habt ihr schon gemerkt, dass ich aktuell etwas in Verzug mit neuen Inhalten bin. Eigentlich waren noch einige Interviews geplant und auch die Buchvorstellung von Halo Summers "Der tiefste Grund" steht noch aus. 
Es ist im Moment einfach zu viel los hier. Die Ferien haben begonnen, die Kinder sind zuhause, ich habe noch zwei Deadlines vor der Brust und ein Lektorat sowie ein Projekt, das noch darauf wartet, dass ich mich darum kümmere. Mein Sommer ist daher leider sehr vollgestopft und ich komme zu nichts. Anstatt ständig mit einem schlechten Gewissen herumzulaufen, habe ich jetzt beschlossen, einfach eine Sommerpause einzulegen, bis für den Großen die Schule beginnt.
Wenn ich es zwischendurch schaffe, werde ich hier noch Buchvorstellungen posten. Ich hoffe, ihr habt Verständnis. Ab dem 1. September bin ich dann wieder für euch da!


Liebe Grüße
Dorothea

Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Challenge: Greif einem Straßenmusiker in den Hut und klau sein Geld!


Ich bin stinksauer! Und weil ich ein harmoniesüchtiger, friedliebender Mensch bin, muss man einiges tun, um das zu erreichen. Was macht mich gerade so wütend? Die Bemerkung eines "Lesers" zum Thema E-Book-Piraterie. Er meint, Autoren hätten eben einfach etwas Anständiges lernen sollen, dann müssten sie nicht vom Schreiben leben. 

Nur, weil ein anderer die Arbeit, die man leistet, nicht wertschätzt, heißt das ja nicht, dass sie keine Arbeit ist und keinen Lohn verdient hat. Nur, weil mir meine Arbeit meistens Spaß macht, heißt das doch nicht, dass sie keine ist. Stellt euch vor, ein Teil eures Gehaltes würde euch gestrichen, weil ihr ja hin und wieder auch ganz gerne zur Arbeit geht und euch dort wohlfühlt.
Oder der Arzt sagt zu euch: "Sie bluten? Tja, hätten Sie was Anständiges gelernt, könnten Sie das jetzt selber nähen." 


Darüber hinaus habe ich - genau wie die meisten anderen Autoren - etwas Anständiges gelernt. Der allergrößte Teil von uns, hat nämlich neben dem Schreiben noch einen "Brotjob", weil es sich vom Schreiben ohnehin nur in den wenigsten Fällen wirklich leben lässt. Doch Schreiben ist zeitaufwändig. Von der ersten Idee, bis ich das Wort "ENDE" unter ein Buch von ca. 200-250 Seiten Länge setzen kann, sitze ich monatelang täglich mehrere Stunden am Rechner und arbeite. Ja, manchmal ist es harte Arbeit und nervt genauso, wie der "Brotjob" es bisweilen tut. Aber beides macht man natürlich nicht NUR für das Geld. Es wäre schlimm, wenn wir alle nur für das Geld arbeiteten. 

Und doch haben viele diese Selbstbedienungsmentalität. Seit eine der großen Piratenseiten ausgehoben wurde, beschweren sich viele der ehemaligen Nutzer darüber, dass sie jetzt für ihre Bücher bezahlen sollen. Wirklich? Ihr zahlt locker mal 10-15 Euro für ein Kinoticket - vielleicht noch mehr für Popcorn und Getränk, für knappe zwei Stunden Spaß. Für einen Kaffee-to-go, der in 15 Minuten getrunken ist und nebenbei noch übel die Umwelt versaut gebt ihr auch zwischen 2 und 6 Euro aus, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber ein Ebook für maximal 5 Euro (meine liegen sogar unter 4 Euro), das ist euch zu viel? 

Ich arbeite hauptberuflich als Lehrerin, habe also auch so zuhause noch viel Arbeit (ja ja, ich weiß, angeblich haben wir ja alle nachmittags frei - bei uns geht allerdings der Unterricht regulär bis 15 Uhr und danach muss ich vorbereiten, korrigieren oder habe z.B. Konferenzen), ich habe zwei kleine Kinder, die versorgt werden müssen. Da knapse ich mir hier und da eine Stunde ab und schreibe und das auch, wenn ich müde, genervt und erschöpft bin. Natürlich macht es mir auch Spaß, aber es ist kein Hobby. Ich unterzeichne Verträge, habe vertragliche Pflichten und Auflagen, die ich in Kauf nehme. Die Gewinnmargen sind inzwischen durch Ebooks, Flatrates und die große Vielfalt der Neuerscheinungen ohnehin extrem niedrig. An jedem Buch verdiene ich ein paar Cent. Davon könnte ich mir nicht einmal eine Kugel Eis für meine Kids leisten. Leben kann davon sowieso kaum jemand. Und diese paar Cent sind vielen Leuten noch zu viel. 

Ein Straßenmusiker stellt seinen Hut auf und die Leute sind gern bereit, etwas hineinzustecken. Wärst du so dreist, hineinzugreifen und eine Handvoll Münzen herauszunehmen, wenn du vorbeigehst? Vermutlich wären das die wenigsten. Aber genau das machen Leute, die sich Ebooks von Piratenseiten herunterladen. Sie bringen einen Künstler um einen Teil seines Lohns - der ohnehin nicht allzu großzügig ausfällt. Es ist und bleibt Diebstahl. Auch wenn es sich um geistiges Eigentum handelt. Und auch, wenn ihr glaubt, es ist ein Kavaliersdelikt: ähnliche Fälle bei Musikdownloads haben schon zu empfindlichen Geldbußen und strafrechtlichen Konsequenzen geführt und es ist und bleibt ein Straftatbestand, sich illegal Dinge aus dem Netz zu saugen.

Ich finde es einfach armselig, welche Ausreden Leute hervorbringen, warum es völlig in Ordnung sein soll, genau das zu tun. Meine Challenge: Wenn ihr der Meinung seid, es ist nichts Unrechtes, dann bitte ich euch, in einer belebten Fußgängerzone mal genau das zu tun: greift einem Straßenmusiker in den Hut - am besten, wenn sich schon eine Menge Leute um ihn versammelt hat und zuhört. Schaut einmal, was passiert. Ich glaube nicht, dass ihr an diesem Tag neue Freunde findet. Denkt mal drüber nach!

Sonntag, 25. Juni 2017

Sonntagsbrunch mit der Autorin A.C. Scharp





Heute habe ich wieder einen Gast beim Sonntagsbrunch. Dieses Mal eine Autorin, die sich sehr geheimnisvoll hinter einem geschlossenen Pseudonym verbirgt, was ja per se schon einmal meine Neugier weckt. Ich freue mich und bin gespannt darauf, was A.C. Scharp uns über ihr Leben, ihre Bücher und den Rest verraten mag. 


Montag, 19. Juni 2017

Was ist Realität, was ist Traum?: Lesetipp

Durch das verlängerte Wochenende, an dem wir meinen Bruder besucht haben, bin ich endlich mal wieder etwas länger am Stück zum Lesen gekommen und habe den Roman "Ich träumte von deiner Liebe" meiner Kollegin Bettina Kiraly durchgelesen. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle die Lektüre gern weiter.

Die Maklerin Rebecca kann sich glücklich schätzen: sie hat den perfekten Traummann gefunden, geheiratet, ein wundervolles Haus und schmiedet bereits Pläne, eine Familie zu gründen. Doch ein Treppensturz verändert alles: als sie im Krankenhaus erwacht, erzählt man ihr, sie habe vier Jahre im Koma gelegen. Der Mann, mit dem sie die letzten vier Jahre glücklich war, soll bei einem Unfall ums Leben gekommen sein, an genau dem Tag, an dem sie ihn kennenlernte. 
Verzweifelt versucht sie, wieder in die Parallelwelt zu gelangen, in der sie so glücklich war.

Link zum Buch:
Kindle
Epub
Taschenbuch



Was mir an dem Buch besonders gefallen hat:

Ich fand das Gedankenexperiment sehr faszinierend. Man fängt an, darüber nachzudenken, was Realität eigentlich ist und warum wir uns so sicher sind, dass unsere Realität auch wirklich echt und real ist.
Ich konnte mich gut in Rebeccas Verzweiflung einfühlen. Sie hat vier Jahre lang das perfekte Glück gelebt und auf einmal soll all das nur Illusion gewesen sein. 


Wem könnte das Buch gefallen?

Ich denke, man muss einfach Liebesgeschichten mögen. Wenn man mit Gefühlen und Romantik nichts anfangen kann, dann ist das Buch sicher nichts. Auch mit etwas ausgedehnteren Erotikszenen sollte man klarkommen, sonst könnte man stellenweise rote Ohren bekommen.
Ich finde, das Buch ist perfekt als Entspannungs- oder Urlaubslektüre, wenn einem nach Romantik und großen Gefühlen ist. 

Sonntag, 18. Juni 2017

Sonntagsbrunch mit der Autorin Miriam Rademacher


Auch am heutigen Sonntag gibt es natürlich wieder einen Brunch. Ich freue mich, dass meinem Aufruf in einigen Autorengruppen wieder einige liebe Leute gefolgt sind, so dass ich euch auch in Zukunft weiter Autorinnen und Autoren und deren Bücher vorstellen darf. Heute kommt eine Dame zu mir, die ungefähr mein Jahrgang ist und die für ihr Schreiben auch schon einen Preis einheimsen durfte. Ich wünsche euch also viel Spaß dabei, Miriam Rademacher und ihre Bücher kennenzulernen. 


Montag, 5. Juni 2017

Offtopic: Sechs Wochen ohne Zucker - kleine Zwischenbilanz


Im April wurde bei mir eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse diagnostiziert (Hashimoto Thyreoiditis). Sie ist einer der Gründe, warum ich es einfach nicht schaffe, von meinem Gewicht herunterzukommen und auch immer so schnell wieder zulege, wenn ich es mal schaffe, ein bisschen zu reduzieren. Und weil das ja nicht reicht, habe ich zusätzlich noch seit bestimmt 20 Jahren PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom), das häufig - und eben auch bei mir - mit einer Insulinresistenz einhergeht. Mit den Einzelheiten und Details möchte ich euch da gar nicht langweilen, ich fasse es ganz kurz zusammen.
Ein hormonelles Ungleichgewicht führt dazu, dass zum einen der Zyklus gestört ist (viele finden es schwer, mit PCO schwanger zu werden, ich hatte Glück) und zum anderen führt die Insulinresistenz dazu, dass man schnell Gewicht zulegt und es nur schwer wieder loswird. Kurzum, da wollte das Universum ganz sicher gehen, dass ich auch ja dick werde. *grins*

Sonntag, 4. Juni 2017

Sonntagsbrunch mit der Autorin Jennifer Wellen


Heute gibt es einen besonderen Brunch-Besuch, denn nicht nur ist mein heutiger Gast seit Kurzem Mitglied der Romance Alliance, sondern hat auch schon echt auf meiner Terrasse gesessen (da hat sie allerdings selber Muffins mitgebracht, heute kann sie sich mal virtuell von mir bewirten lassen). Wir sind derselbe Jahrgang, beide im Ruhrpott oder am Rand desselben geboren und aufgewachsen und schreiben hauptsächlich über die Liebe. Was kann da schon groß schiefgehen? Ich freue mich jedenfalls, Jennifer Wellen zum virtuellen Brunch begrüßen zu dürfen.